Strukturierte Daten mit JSON-LD: Beispiele zum Kopieren und Testen

Von SEOgrinder · Veröffentlicht · 9 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Strukturierte Daten beschreiben den Inhalt einer Seite in einer Form, die Suchmaschinen direkt auslesen können. Google empfiehlt dafür das Format JSON-LD, einen JSON-Block in einem <script type="application/ld+json">-Tag. Kopiere eines der beiden Beispiele unten, ersetze die Werte mit example.com durch Angaben, die auf deiner Seite sichtbar sind, und prüfe das Ergebnis im Rich Results Test von Google. Gültiger Code macht eine Seite für Rich Results berechtigt; dass sie erscheinen, garantiert Google nicht.

Was sind strukturierte Daten, und was macht Google mit JSON-LD?

Google beschreibt strukturierte Daten als „a standardized format for providing information about a page and classifying the page content“ (Google), also als einheitliche Form, Angaben zu einer Seite zu machen und ihren Inhalt einzuordnen. Das Vokabular stammt größtenteils von schema.org. Aufschreiben kannst du es auf drei Arten: JSON-LD, Microdata oder RDFa. Die beiden letzten schreiben zusätzliche Attribute in das sichtbare HTML. JSON-LD steht dagegen in einem eigenen Block, den du ergänzen oder reparieren kannst, ohne das Layout anzufassen.

Laut Google sind „all 3 formats are equally fine for Google“, sofern die Auszeichnung gültig und richtig umgesetzt ist. Es empfiehlt trotzdem JSON-LD, wenn deine Technik das erlaubt, weil es „the easiest solution for website owners to implement and maintain at scale“ sei (Google).

Was du davon haben kannst: Strukturierte Daten „can enable search results that are more engaging to users“, schreibt Google und nennt das Rich Results. Welche Funktionen es unterstützt, zeigt die Übersicht der unterstützten Auszeichnungen, darunter Article, Breadcrumb, Event, Organization, Product und Recipe. Noch ein Hinweis aus Googles Einführung: Maßgeblich ist die Google-Dokumentation, nicht die von schema.org, die mehr Attribute und Objekte kennt, als Google Search braucht.

Drei Regeln aus Googles allgemeinen Richtlinien gelten, bevor du eine Zeile Code schreibst:

  • Beschreibe die Seite, auf der die Auszeichnung steht, und nur das, was Besucher dort sehen.
  • Sperre Seiten mit strukturierten Daten nicht für Googlebot, weder per robots.txt noch per noindex oder auf anderem Weg.
  • Fülle alle Pflichtangaben des Typs aus, den du nutzt. Einträge, denen eine fehlt, „are not eligible for rich results“.

Beispiel 1: Organization für deine Startseite

Google empfiehlt, die Organization-Auszeichnung auf die Startseite zu setzen oder auf eine einzelne Seite, die die Organisation beschreibt, etwa „Über uns“. Auf jeder Seite brauchst du sie nicht (Google). Der Typ hat keine Pflichtangaben; Google rät, die passenden empfohlenen zu ergänzen. Ersetze jeden Wert:

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Organization",
  "name": "Beispiel Fahrradbau",
  "url": "https://www.example.com/",
  "logo": "https://www.example.com/images/logo.png",
  "description": "Beispiel Fahrradbau baut Fahrräder nach Maß.",
  "email": "kontakt@example.com"
}
</script>

Was die Angaben nach Googles Seite bewirken:

  • name: derselbe Name, den du als Websitenamen verwendest.
  • url: die Adresse deiner Website; sie hilft Google, die Organisation eindeutig zu erkennen.
  • logo: mindestens 112 × 112 px, crawlbar und indexierbar. Es kann Google helfen zu entscheiden, welches Logo in Suchergebnissen und Wissensfeldern erscheint.
  • description und email: freiwillige Angaben. address, contactPoint oder sameAs (ein Profil auf einer anderen Website) ergänzt du nur, wenn sie auf dich zutreffen.

Passt ein spezifischerer Untertyp, empfiehlt Google ihn, zum Beispiel OnlineStore für einen Shop oder einen Untertyp von LocalBusiness für ein Restaurant.

Beispiel 2: Article und Breadcrumbs für einen Blogartikel

Google versteht mehrere Einträge auf einer Seite, egal ob du sie ineinander schachtelst oder einzeln aufführst (Google). Dieses Beispiel führt zwei Einträge einzeln in einem JSON-Array auf, jeweils mit eigenem @context. So zeigt es Google für einzelne Einträge:

<script type="application/ld+json">
[
  {
    "@context": "https://schema.org",
    "@type": "BlogPosting",
    "headline": "Fahrradhelm kaufen: Worauf es ankommt",
    "image": [
      "https://www.example.com/photos/helm-16x9.jpg",
      "https://www.example.com/photos/helm-4x3.jpg",
      "https://www.example.com/photos/helm-1x1.jpg"
    ],
    "datePublished": "2026-10-12T08:00:00+02:00",
    "dateModified": "2026-11-04T09:20:00+01:00",
    "author": [
      {
        "@type": "Person",
        "name": "Erika Mustermann",
        "url": "https://www.example.com/team/erika-mustermann"
      }
    ]
  },
  {
    "@context": "https://schema.org",
    "@type": "BreadcrumbList",
    "itemListElement": [
      { "@type": "ListItem", "position": 1, "name": "Blog", "item": "https://www.example.com/blog" },
      { "@type": "ListItem", "position": 2, "name": "Radfahren", "item": "https://www.example.com/blog/radfahren" },
      { "@type": "ListItem", "position": 3, "name": "Fahrradhelm kaufen: Worauf es ankommt" }
    ]
  }
]
</script>

Article. Google akzeptiert Article, NewsArticle und BlogPosting. Pflichtangaben nennt es nicht, empfiehlt aber author, datePublished, dateModified, headline und image, damit es „show better title text, images, and date information“ anzeigen kann (Google). Datumsangaben schreibst du nach ISO 8601 mit Zeitzone; fehlt sie, nimmt Google die Zeitzone des Googlebots. Jeder Autor bekommt einen eigenen Eintrag mit Typ, Name und URL. Halte die Überschrift kurz, denn „long titles may be truncated on some devices“. Bei Bildern empfiehlt Google mehrere Dateien in den Seitenverhältnissen 16x9, 4x3 und 1x1, passend zum Artikel und keine Logos.

Breadcrumbs. Hier sind die Regeln streng. Eine BreadcrumbList braucht mindestens zwei ListItem-Einträge, und jeder braucht in der Regel position, name und item (die Adresse). Nur der letzte darf item weglassen; dann nimmt Google die Adresse der Seite selbst (Google). Google empfiehlt einen typischen Weg der Nutzer statt einer Kopie der URL-Struktur und gibt an, die Funktion sei am Computer verfügbar. Unsere Lesart der Richtlinien: Zeige denselben Pfad auch sichtbar auf der Seite, denn Auszeichnung für Dinge, die Leser nicht sehen, ist nicht erlaubt.

Wie testest du JSON-LD vor und nach dem Veröffentlichen?

  1. Rich Results Test (search.google.com/test/rich-results). Google nennt ihn „the official Google tool for testing your structured data“. Die Seite nimmt eine Adresse oder eingefügten Code an, du kannst ein Beispiel also vor der Veröffentlichung prüfen. Behebe zuerst kritische Fehler; unkritische Hinweise sind laut Google für die Berechtigung nicht nötig.
  2. Schema Markup Validator (validator.schema.org). Googles Seite zum Testen beschreibt ihn als Prüfung aller schema.org-Auszeichnung „without Google feature specific warnings“. Nimm ihn, wenn keine Google-Funktion zu deinem Typ passt.
  3. URL-Prüfung in der Search Console, nachdem du ein paar Seiten veröffentlicht hast. Google bittet dich zu prüfen, dass die Seite nicht durch robots.txt, noindex oder eine Anmeldung gesperrt ist; bis eine neue Seite gecrawlt wird, können mehrere Tage vergehen.
  4. Berichte zu Rich Results in der Search Console. Google weist darauf hin, dass Auszeichnung nach dem Livegang an Vorlagen oder Auslieferung scheitern kann; schau also nach jeder Änderung an der Vorlage noch einmal nach (Google).

So haben wir die beiden Beispiele am 4. November 2026 geprüft: Beide Blöcke lassen sich als JSON einlesen (Python-Modul json), und die Angaben folgen Googles Seiten zu Organization, Article und Breadcrumb (zuletzt aktualisiert am 8. September 2026). In Googles Werkzeug haben wir sie nicht eingefügt. Dein erster Einfügeversuch ist also der eigentliche Test.

Was strukturierte Daten nicht leisten

  • Ein Rich Result ist nicht garantiert. Google schreibt: „Google does not guarantee that your structured data will show up in search results“ (Google). Zu den Gründen zählen, dass der Algorithmus ein schlichtes Textergebnis für passender halten kann und dass Auszeichnung auf eine Weise falsch sein kann, die der Test nicht erkennt.
  • Es ist kein Rankingversprechen. Auf diesen Google-Seiten haben wir keine Aussage gefunden, dass strukturierte Daten Platzierungen verbessern. Google beschreibt den Nutzen als Berechtigung für Rich Results. Eine manuelle Maßnahme wegen strukturierter Daten nimmt diese Berechtigung, und sie „doesn't affect how the page ranks in Google web search“, ergänzt Google.
  • KI-Antworten brauchen sie nicht. Googles Leitfaden zu generativen KI-Funktionen sagt: „Structured data isn't required for generative AI search, and there's no special schema.org markup you need to add“ (Google). Für die Berechtigung zu Rich Results nennt Google sie weiter eine gute Idee. SEOgrinder misst nicht, ob ein KI-System deine Website nennt.
  • FAQ-Auszeichnung hat bei Google kein Ergebnis mehr. Im Änderungsprotokoll steht: „This feature will no longer appear in Google Search starting May 7, 2026“ (Google). Setze FAQPage daher nicht mehr zu diesem Zweck ein.

Häufige Fehler: 5 Stolpersteine bei JSON-LD

1. Auszeichnen, was niemand sieht

Googles Richtlinie: „Don't mark up content that is not visible to readers of the page.“ Googles eigenes Beispiel: Beschreibt die Auszeichnung einen Künstler, muss der Seitentext genau diesen Künstler beschreiben.

2. Kaputtes JSON

Ein einziger Syntaxfehler macht den ganzen Block unbrauchbar. Googles Bericht zu nicht auslesbaren strukturierten Daten in der Search Console (englisch „Unparsable structured data report“) nennt Fehlerarten wie ein fehlendes Komma oder eine fehlende schließende Klammer, einen fehlenden Doppelpunkt und eine ungültige Escape-Sequenz in einem Text, etwa ein verirrter Backslash wie \q in einem Text. Googles Tipp zur Suche: mit einem leeren Objekt anfangen und den Code Stück für Stück wieder einfügen.

3. Fehlende Pflichtangaben

Laut Google sind Einträge ohne ihre Pflichtangaben nicht für Rich Results berechtigt. Der häufigste Fall sind Breadcrumb-Einträge ohne position, name oder item.

4. Ein Typ, der nicht zur Seite passt

Google möchte den spezifischsten passenden Typ. Seine Beispiele für unpassende Auszeichnung: Eine Sport-Streaming-Seite, die Übertragungen als lokale Veranstaltungen auszeichnet, und eine Tischlerei-Seite, die Anleitungen als Rezepte auszeichnet.

5. Die Seite oder ihre Bilder sperren

Seiten mit strukturierten Daten müssen für Googlebot offen bleiben, und Bildadressen in der Auszeichnung müssen crawlbar und indexierbar sein. Eine Disallow-Regel für deinen Bilderordner kann sorgfältige Auszeichnung wieder zunichtemachen.

Wie prüft SEOgrinder strukturierte Daten?

SEOgrinder ist unser Werkzeug, wir bauen es. Scanne eine Seite, öffne den Reiter „Seite bei Google“ und sieh dir zwei Karten an. „Strukturierte Daten“ listet die Typen aus JSON-LD und Microdata. „Feldprüfung“ zählt die Einträge und zeigt, wie viele „Ungültig“ sind (eine Pflichtangabe fehlt) oder „Unvollständig“ (nur empfohlene Angaben fehlen), samt den Namen der fehlenden Felder. In den Aufgaben erscheinen sie als „Strukturierten Daten fehlen Pflichtfelder“, „Strukturierte Daten unvollständig“, „Keine strukturierten Daten“ und, wenn Code sich nicht einlesen lässt, „Ein kaputter Block strukturierter Daten“. Nach einer Korrektur drückst du „Neu prüfen“.

Vier Grenzen. SEOgrinder liest das HTML, das dein Server ausliefert. JSON-LD, das erst ein Skript im Browser einfügt, sieht es nicht, Google kann es dagegen lesen. Es liest JSON-LD und Microdata, kein RDFa. Es kennt die Pflichtfelder einer Liste gängiger Typen, nicht jedes Typs. Und es entscheidet nicht, ob Google ein Rich Result zeigt; diese Vorschau liefert der Rich Results Test.

Unsere eigenen Seiten haben wir am 4. November 2026 genauso gelesen. Dieser Befehl liefert für einen Artikel 1 und für die Startseite 0:

curl -sS https://seogrinder.com/de/blog/seo-audit-checkliste | grep -c 'application/ld+json'

Der einzige Block im Artikel enthält ein BlogPosting und eine BreadcrumbList mit drei Einträgen (SEOgrinder, Blog, der Artikel). Auf der Startseite haben wir keine strukturierten Daten.

FAQ

Ist JSON-LD besser als Microdata?

Für Google sind alle drei Formate gleichwertig, wenn die Auszeichnung gültig ist. JSON-LD empfiehlt es, weil es sich am leichtesten einbauen und im großen Maßstab pflegen lässt.

Brauche ich strukturierte Daten auf jeder Seite?

Nein. Ergänze einen Typ nur dort, wo er zur Seite passt: Organization auf der Startseite oder „Über uns“, Article bei Beiträgen. Für viele Seiten gibt es keinen passenden Typ, und das ist in Ordnung.

Kann ich JSON-LD per Plugin oder JavaScript einbauen?

Ja. Google schreibt, dass du in einem CMS oft eine Einstellungsseite oder ein Plugin für strukturierte Daten findest und dass Google per Skript eingefügtes JSON-LD lesen kann (Google). Prüfe das Ergebnis im Rich Results Test und denk daran, dass SEOgrinder nur sieht, was der Server ausliefert.

Verbessert JSON-LD mein Ranking?

Googles Seiten beschreiben die Berechtigung für Rich Results, keine besseren Platzierungen. Eine Platzierung kann niemand versprechen.

Dein nächster Schritt

Such die Seite aus, die dir am wichtigsten ist. Füge Beispiel 1 oder 2 mit deinen eigenen Werten in den Rich Results Test ein und behebe, was er meldet. Veröffentliche, scanne die Seite dann mit SEOgrinder, öffne „Seite bei Google“ und lies die Karte „Feldprüfung“. Wo strukturierte Daten im größeren Zusammenhang stehen, zeigt unsere SEO-Audit-Checkliste.

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