XML-Sitemap erstellen und bei Google einreichen: so geht's

Von SEOgrinder · Veröffentlicht · Aktualisiert · 9 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die die Adressen auflistet, die Suchmaschinen kennen sollen: ein <url>-Eintrag je Seite, mit der Adresse in <loc> und, wenn es stimmt, dem Datum der letzten Änderung in <lastmod>. Du erzeugst sie mit deinem CMS oder aus den Daten deiner Website, bleibst je Datei bei höchstens 50.000 Adressen und 50 MB, nennst sie in der robots.txt und reichst sie im Sitemaps-Bericht der Search Console ein. Einreichen ist ein Hinweis, kein Versprechen: Google sichert nicht zu, die aufgelisteten Seiten zu crawlen oder zu indexieren.

Was steht in einer XML-Sitemap?

So beginnt die Sitemap von seogrinder.com, wie wir sie am 4. November 2026 abgerufen haben (curl -sS https://seogrinder.com/sitemap.xml | head -5):

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <url><loc>https://seogrinder.com/</loc><lastmod>2026-11-04</lastmod></url>
  <url><loc>https://seogrinder.com/imprint</loc><lastmod>2026-11-02</lastmod></url>
  <url><loc>https://seogrinder.com/privacy</loc><lastmod>2026-11-02</lastmod></url>

Das Sitemap-Protokoll auf sitemaps.org verlangt drei Dinge: ein öffnendes <urlset>-Tag mit dem Namensraum, je Seite einen <url>-Eintrag und darin ein <loc>. Alles andere ist optional, und ob eine Suchmaschine die optionalen Tags auswertet, kann verschieden sein. Die Datei muss UTF-8 sein, Zeichen wie & müssen maskiert werden (&amp;), und alle Adressen einer Datei müssen zu einem einzigen Host gehören.

In unserer eigenen Datei zählen wir 425 <loc>-Einträge (curl -sS https://seogrinder.com/sitemap.xml | grep -o '<loc>' | wc -l, 5. November 2026): die Startseite, vier Rechtstexte (Impressum und Datenschutz, je auf Deutsch und Englisch), zwölf Blog-Übersichten und 408 Artikel. Jeder Eintrag hat nur <loc> und <lastmod>: kein <changefreq>, kein <priority>, keine hreflang-Angaben. Die Datei ist 45.765 Bytes groß (curl -sS https://seogrinder.com/sitemap.xml | wc -c).

Brauchst du eine XML-Sitemap?

Nicht immer. In Googles Überblick zu Sitemaps steht: Sind deine Seiten ordentlich verlinkt, findet Google die meisten davon meist selbst. Am meisten hilft eine Sitemap bei großen Websites, bei neuen Websites mit wenigen Links von außen und bei Websites mit vielen Videos, Bildern oder Nachrichten. Du kannst auf sie verzichten, wenn deine Website klein ist (etwa 500 Seiten oder weniger, gezählt werden nur Seiten, die in der Suche erscheinen sollen) und sich alle wichtigen Seiten über Links von der Startseite erreichen lassen. Trotzdem, so Google weiter, profitieren die meisten Websites von einer Sitemap.

Nutzt du WordPress, Wix oder Blogger, hat dein CMS laut Google wahrscheinlich schon eine Sitemap bereitgestellt. Rufe /sitemap.xml auf deiner Website auf, bevor du eine zweite Datei baust.

Eine Sitemap ersetzt keine Links. Fehlt eine Seite bei Google, ist eine fehlende Sitemap nur eine von mehreren möglichen Ursachen: Mehr dazu steht in Website wird nicht bei Google angezeigt. Für eine ganz neue Seite zeigt unser Artikel Seite bei Google indexieren, wo die Sitemap im Ablauf steht.

So erstellst du eine XML-Sitemap

Beginne mit der Liste der Adressen, nicht mit dem Werkzeug. Laut Google nennt eine Sitemap die URLs, die du in den Ergebnissen sehen willst, also die kanonischen: Ist derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar, trage nur die bevorzugte ein. Wie du sie festlegst, steht in unserem Artikel Canonical-Tag erklärt.

Dann wählst du einen Weg, wie ihn Googles Seite Sitemap erstellen und einreichen beschreibt:

  • Dein CMS erzeugt sie, wenn es das kann.
  • Von Hand schreiben bei weniger als ein paar Dutzend Adressen. Größere handgeschriebene Dateien nennt Google mühsam und schwer zu pflegen.
  • Erzeugen lassen aus deinen eigenen Daten, wenn es mehr sind. Laut Google ist es am besten, wenn die Software deiner Website die Datei schreibt. Die Reihenfolge der Einträge ist für Google egal.

Unsere Datei wird erzeugt: Ein Skript schreibt die Blog-Einträge aus den Artikeldateien und lässt Startseite und Rechtstexte unberührt.

Was in die Datei gehört:

  • Hinein: vollständige Adressen mit https:// von Seiten, die mit Status 200 antworten, indexiert werden dürfen und in der Suche erscheinen sollen. Google will vollständige Adressen und ruft sie genau so auf, wie sie dort stehen.
  • Nicht hinein: Adressen, die weiterleiten (die Search-Console-Hilfe empfiehlt, sie durch die Adressen zu ersetzen, die gecrawlt werden sollen), Seiten mit Fehlerstatus und Dubletten einer Seite, die schon drinsteht. Unsere Einschätzung: Auch Seiten mit noindex gehören nicht hinein, denn die Sitemap lädt Google ein und das Tag schickt es wieder weg.

Lege die Datei in das Wurzelverzeichnis, zum Beispiel https://example.com/sitemap.xml. Google empfiehlt das; eine Sitemap in einem Unterordner gilt nur für Adressen darunter, es sei denn, du reichst sie über die Search Console ein.

Wie groß darf eine XML-Sitemap sein?

Eine Datei darf höchstens 50.000 Adressen enthalten und unkomprimiert höchstens 50 MB groß sein. Du darfst sie mit gzip packen, aber die entpackte Größe zählt (sitemaps.org). Wird es mehr, teile die Liste auf und nenne die Dateien in einer Sitemap-Indexdatei. Sie darf bis zu 50.000 Sitemaps aufführen, und nur solche derselben Website. Unsere Datei liegt weit unter beiden Grenzen, einen Index brauchen wir nicht.

lastmod: nur setzen, wenn sich die Seite wirklich geändert hat

<lastmod> ist das einzige optionale Tag, bei dem sich Sorgfalt lohnt. Google nutzt den Wert, wenn er „consistently and verifiably“ stimmt, also durchgehend und nachprüfbar. Eine wesentliche Änderung betrifft den Haupttext, die strukturierten Daten oder die Links; ein neues Copyright-Jahr zählt nicht. Das Protokoll sagt es deutlicher: Das Datum muss „the date the linked page was last modified, not when the sitemap is generated“ sein, also der Tag der letzten Änderung der Seite, nicht der Tag, an dem die Sitemap entsteht.

Schreibe also nicht bei jedem Build das heutige Datum in alle Einträge. <priority> und <changefreq> ignoriert Google; lass beide weg.

In unserer Datei tragen 313 von 425 Einträgen 2026-11-04, 108 2026-11-05 und vier 2026-11-02 (curl -sS https://seogrinder.com/sitemap.xml | grep -o '<lastmod>[^<]*' | sort | uniq -c, 5. November 2026). Die Artikel-Einträge übernehmen das Datum aus der Zeile updated jedes Artikels; deshalb teilen sich viele Einträge ein Datum, wenn Artikel am selben Tag geschrieben oder überarbeitet wurden.

XML-Sitemap bei Google einreichen

Es gibt drei Wege, die sich kombinieren lassen:

  1. robots.txt. Ergänze Sitemap: https://example.com/sitemap.xml mit der vollständigen Adresse. Die Zeile gehört zu keiner User-Agent-Gruppe, ihre Stelle in der Datei ist egal, und du kannst mehrere angeben. Google findet sie beim nächsten Abruf deiner robots.txt. Hast du eine Indexdatei, reichst du die Indexdatei ein. Bei uns ist es die letzte Zeile der robots.txt (4. November 2026): Sitemap: https://seogrinder.com/sitemap.xml.
  2. Der Sitemaps-Bericht in der Search Console. Die Schritte stehen unten.
  3. Die Search Console API, wenn du aus Code einreichen willst.

Einreichen heißt, Google mitzuteilen, wo die Datei liegt; hochladen kannst du sie nicht. So steht es in der Hilfe zum Sitemaps-Bericht. Die Schritte:

  1. Prüfe, ob du Inhaberberechtigung für die Property hast. Ohne sie nennst du die Sitemap stattdessen in der robots.txt.
  2. Veröffentliche die Sitemap auf deiner Website.
  3. Mache für ihre Adresse einen Live-URL-Test und prüfe, ob der Seitenabruf „Erfolgreich“ ist.
  4. Öffne den Sitemaps-Bericht, füge die Adresse unter „Neue Sitemap hinzufügen“ ein und klicke auf „Senden“.

Google sagt, die Datei werde normalerweise sofort abgerufen, aber bis die Adressen darin gecrawlt sind, kann es dauern, und nicht alle werden gecrawlt. Google schreibt, „submitting a sitemap is merely a hint“, das Einreichen sei also nur ein Hinweis (Google). Der Bericht zeigt je Sitemap einen Status („Erfolgreich“, „Konnte nicht abgerufen werden“, „X Fehler“), wann Google sie zuletzt gelesen hat und wie viele Seiten es darin gefunden hat. Gefunden heißt nicht indexiert: Laut Google gibt es keine Garantie, dass eine gefundene Seite gecrawlt oder indexiert wurde oder wird. Außerdem listet der Bericht nur Sitemaps, die über ihn oder die API eingereicht wurden, nicht jene, die Google über die robots.txt gefunden hat.

Dieser Artikel folgt Googles Dokumentation. Er enthält keine Bildschirmfotos aus der Search Console und meldet kein Ergebnis einer Einreichung für unsere eigene Datei.

XML-Sitemap prüfen

  1. Abrufen. curl -sSI https://example.com/sitemap.xml sollte Status 200 und einen XML-Inhaltstyp zeigen. Bei uns kam am 4. November 2026 HTTP/2 200 und content-type: application/xml; charset=utf-8.
  2. Den Anfang lesen. Die Datei beginnt mit <urlset und dem Namensraum, ist UTF-8 und enthält keine relativen Adressen.
  3. Jede Adresse abrufen. Die Schleife unten folgt keinen Weiterleitungen, eine Weiterleitung erscheint also als 301 oder 302.
  4. Prüfen, ob Google sie abrufen kann. Nimm den Live-URL-Test von oben. Google beachtet die robots.txt auch beim Abruf einer Sitemap; eine Regel, die die Datei sperrt, stoppt das.
  5. Den Sitemaps-Bericht lesen, sobald du eingereicht hast, und bei Fehlern die Sitemap anklicken, um Details zu sehen.
for u in $(curl -sS https://seogrinder.com/sitemap.xml | grep -o 'https://seogrinder.com/[^<]*'); do
  curl -sS -o /dev/null -w '%{http_code}\n' "$u"
done | sort | uniq -c

Am 5. November 2026 gegen 13:40 UTC gab das 425 200 aus: Alle 425 Adressen antworteten mit 200.

SEOgrinder ist unser eigenes, kostenloses Werkzeug, und wir bauen es. Prüfe eine Seite und schau dir die Liste unter „Aufgaben“ an, außerdem den Eintrag „Agenten den Weg weisen“ (Kennzeichen „Sitemap“) im Reiter „KI-Bereitschaft“. Es liest die Sitemap, die in der robots.txt steht, oder /sitemap.xml, wenn die robots.txt keine nennt, und kann Folgendes melden:

FundWann er erscheint
Keine Sitemap gefundenWeder die robots.txt noch /sitemap.xml haben eine geliefert
Sitemap nicht in robots.txt angegebenEs gibt eine Sitemap, aber die robots.txt nennt sie nicht
Sitemap-Einträge ohne lastmod-DatumWeniger als die Hälfte der Einträge trägt ein Datum
„3 von 15 Sitemap-URLs antworten nicht mit 200“ (Beispielzahlen)Eine Stichprobe ergab Fehler oder Weiterleitungen
Sitemap nennt eine Seite, die noindex trägtGefunden vom Website-Durchlauf

Es prüft eine Stichprobe von bis zu 15 Adressen, gleichmäßig über die Liste verteilt, nicht jede Adresse; deshalb lohnt sich die Schleife oben. Außerdem liest es höchstens 3 MB je Datei und zehn Sitemaps eines Index und kennzeichnet eine größere als nicht vollständig gelesen.

Häufige Fehler

  • Adressen, die weiterleiten, Fehler liefern oder noindex tragen. Die Search Console meldet nicht erreichbare Adressen; ersetze eine Weiterleitung durch ihr Ziel.
  • Jede Variante einer Seite. http und https, mit und ohne www oder Parameter-Versionen: Nenne die kanonische.
  • Das heutige Datum als lastmod bei jedem Build. Google nutzt das Datum, wenn es durchgehend und nachprüfbar stimmt.
  • Adressen, die die Datei nicht enthalten darf. Der Bericht nennt das „URL not allowed“: eine andere Domain, ein anderes Protokoll oder ein Ordner oberhalb der Sitemap.
  • „Eingereicht“ mit „indexiert“ verwechseln. Eine eingereichte Sitemap garantiert nichts.
  • Eine fehlerhafte Datei liegen lassen. Google versucht einen fehlgeschlagenen Abruf einige Tage lang erneut und hört dann auf. Behebe die Ursache und reiche erneut ein.

Häufige Fragen

Muss ich die Sitemap einreichen, wenn die robots.txt sie schon nennt?

Nein. Google findet eine Sitemap aus der robots.txt beim nächsten Abruf dieser Datei. Das Einreichen bringt dir den Bericht: Du siehst, wann der Googlebot die Datei abgerufen hat und auf welche Fehler er gestoßen ist.

Verbessert eine XML-Sitemap mein Ranking?

Google beschreibt ihren Zweck als Entdeckung: Sie hilft Suchmaschinen, Adressen zu finden, und kann das Crawlen größerer oder komplexer Websites verbessern. Die Seiten, die wir zitieren, versprechen nichts zur Platzierung, und niemand kann es.

Dein nächster Schritt

Lass die Schleife oben über deine eigene Sitemap laufen und behebe jede Adresse, die nicht mit 200 antwortet. Prüfe dann deine Website mit SEOgrinder, öffne die Liste unter „Aufgaben“ und beginne mit den Sitemap-Funden. Nach deinen Änderungen klickst du auf Neu prüfen, und falls du es noch nicht getan hast, reichst du die Datei im Sitemaps-Bericht der Search Console ein.

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